Sonderpreis des BundesUmweltWettbewerbs geht an DHG-Team

Beim diesjährigen BundesUmweltWettbewerb in Kiel wurden Mereth Kleikamp und Sarah Ruf für ihre Untersuchungen zur Ausbreitung des Riesenbärenklaus mit einem von fünf bundesweit vergebenen Sonderpreisen ausgezeichnet. Nachdem die beiden Schülerinnen der 10a bereits beim Regional- und Landeswettbewerb von Jugend-forscht erfolgreich waren, konnten sie auch in Kiel die Jury von ihrem mit großem Einsatz durchgeführten Projekt überzeugen. Bei ihrer Arbeit unterstützt wurden Sarah und Mereth vom Schülerforschungszentrum Tuttlingen und der Baden-Württemberg-Stiftung im Rahmen von „mikromakromint“. Wir gratulieren herzlich zu diesem großen Erfolg!

(Foto: SFZ Tuttlingen, Mereth Kleikamp 1.v.r, Sarah Ruf 2.v.r.)

Einst war es ein Geschenk an Fürst Metternich und seit Beginn des 19. Jahrhunderts breitet sich der Riesen-Bärenklau nun in zunehmendem Maße in Europa und somit auch in Deutschland aus. Obwohl die Pflanze aufgrund ihrer Höhe oft über drei Meter auf Betrachter ästhetisch wirkt, birgt sie zahlreiche Probleme ökologischer, ökonomischer und auch gesundheitlicher Art. Der Neophyt verdrängt einheimische Pflanzenarten, führt im Grünland zu Ertragsverlusten, verstärkt an Gewässerufern die Bodenerosion und schadet aufgrund phototoxischer Fucocumarine, die in Verbindung mit UV-Strahlung Verbrennungen verursachen, Menschen und Tieren. In ihrem Projekt untersuchen Mereth Kleikamp und Sarah Ruf seit nunmehr zwei Jahren unterschiedliche Methoden, um das Wachstum dieser Pflanzenart auf natürliche Weise einzudämmen und an der weiteren Ausbreitung zu hindern. Während die Naturschützerinnen im ersten Forschungsjahr Feuer-, Abdeck-, Abschneide-, Blütenabschneide-, Ausstech- und Konkurrenzversuche mit Weiden durchführten, haben sie ihr Projekt um Versuche mit zusätzlichen und verschiedenen Abdeckmethoden, Lichtmessungsversuchen, Konkurrenzversuchen mit Eiben und Gräsern ergänzt und um eine Kartierung des Landkreises bzgl. des Riesen-Bärenklauvorkommens erweitert. Als Ergebnis ihrer Versuchsreihen empfehlen die beiden Gymnasiastinnen bei einzelnen Pflanzen das Ausstechen der Wurzeln aus dem Boden und bei größeren Pflanzenansammlungen das oberflächliche Abdecken mit selbst zersetzendem Mulchvlies.

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